Der Einstieg in etwas Neues: Ein Erlebnis, ein Gefühl, sogar ziemlich viele Gefühle und ganz viele neue Eindrücke die sich nachher zu Erinnerungen verpacken.
Wie meine Ersti-Woche mich prägt werde ich erst feststellen, wenn ich eines Tages die ganzen Erinnerungen auspacke und in mein Album sortiere. Ein Album welches ich mir vorstelle wie Sido es in „Bilder im Kopf“ zum Ausdruck gebracht hat, voller Erinnerungen die zwar verblassen können, aber irgendwo tief in einem gespeichert sind. Nicht nur sind es aber Bilder, sondern viel mehr Gefühle die mit Situationen verknüpft sind. Gerüche die ich unterbewusst nun den neu kennengelernten Personen und Räumlichkeiten zuordne, sowie Orte in der Stadt, die ich ab jetzt mit anderen Augen oder gar zum ersten Mal sehe.
Es war für mich eine durch und durch positive Woche für die ich mehr als nur dankbar bin. Wie der Titel dieser Chronik verrät ist es eben das was ich mitgenommen habe: „THINK write POST-IT“. Dieser Slogan ziert einen Post-It Zettel Block, welchen ich am ersten Tag in meiner Ersti-Tüte finden konnte. Dieser Slogan beschreibt ziemlich genau das, was ich für die nächsten drei Jahre von meinem Studium erwarte. Journalismus zu verstehen und Gedanken in Worte zu fassen, etwas das auf den ersten Blick zwar einfach klingt, sich jedoch schon nach dieser ersten Woche als hochkomplex entpuppt. Es ist nicht das Problem die Worte zu finden, zu kennen und zu schreiben, sondern die Gedanken zu katalogisieren und in Sätze zu reihen. Einige hilfreiche Tools lernte ich bereits kennen und bin deshalb umso gespannter auf meine persönliche Entwicklung.
Die Sorge kein gutes Umfeld und vor allem keine Freunde zu finden, ist eine Sorge die mich in meinem Leben noch nie beschäftigt hat und sich auch nach dieser Woche als unbegründet herausstellt. Es mag an meiner Einstellung liegen, dass ich schon fast zu selbstsicher davon ausgehe, überall Anschluss zu finden. Ich glaube jedoch, dass genau das mir hilft, in solchen Situationen ruhig zu bleiben und das auch auszustrahlen. Als Empfehlung kann ich nach diesem selbstverliebten Abschnitt also nur mitgeben: Seid ihr selbst und geht einfach immer davon aus das alle anderen genau so „gebeutelt“ in der Situation sind wie ihr.
Ich für meinen Teil habe das Kapitel Ersti-Woche erfolgreich absolviert und bin zuversichtlich, dass ich eines Tages stolz behaupten kann: Die Studienzeit war die beste Zeit meines Lebens…