Es ist schon länger her, dass ich diesen Blog gepflegt habe. Nicht weil ich keinen Spaß mehr daran habe zu schreiben, sondern weil ich so viel schreibe, dass mir die Zeit für das hier einfach fehlt.
Entgegen der Aussage, die ich im Dezember 2025 oft tätigte: „Ich mache mir keine Vorsätze, weil ich finde, man sollte alles sofort umsetzen“, habe ich doch Vorsätze für 2026 gefasst. Nach wie vor glaube ich, dass man alles, was man sich vornimmt, am besten sofort anfangen soll, doch verstehe ich auch die verlockende Möglichkeit, mit einem neuen Jahr einen neuen Lebensabschnitt anzufangen.
Es ist im Grunde wie beim Schreiben auch – mache ich einen Absatz oder beende ich ein Kapitel, habe ich die Möglichkeit, etwas Neues zu schreiben und neue Aspekte einzubringen. Immerhin zehrt ein Buch davon, dass man zwischen den Kapiteln die Erzählperspektive verändern kann, neue Figuren präsentiert und zeitliche Einteilungen vornehmen kann.
Am Ende ist es jedem selbst überlassen, ob man sich an Absätze, Kapitel oder grammatikalische Vorgaben hält. Struktur, Zeit und Figurengestaltung sind in der Kunst eben optional.
Und aus meinem freien künstlerischen Geist habe ich entschieden, mir zwar Vorsätze zu fassen, diese aber erst Mitte Januar anzugehen. Vermutlich verhalte ich mich damit antizyklisch zu den meisten Leuten, die traditionell spätestens am 02.01. mit Sport und gesunder Ernährung angefangen haben, doch das ist genau, was ich erreichen wollte.
Ich kann sagen, dass meine innere Künstlerin, die nicht mit dem Strom schwimmen und dennoch dabei sein will, einen guten Kompromiss gefunden hat.
Ohne Vorsatz, ohne mich – doch ohne Vorsätze geht es eben nicht.